Zusammenfassung

Am 12. März 2009 um 6 Uhr in der Früh begannen gleichzeitig in 5 Bundesländern Hausdurchsuchungen bei den Betreibern und Moderatoren des European Brotherhood Radio.

Die Ermittlungen gegen die Beschuldigten wurden unter dem Deckmantel der "Gründung einer kriminellen Vereinigung" (§129 StGB p.p.) vorangetrieben.

Es wurden 7 Haftbefehle vollstreckt und da sich die Staatsanwaltschaft Berlin als Federführend in den Ermittlungen auszeichnete, wurden die 5 Beschuldigten aus den anderen Bundesländern noch am selben Tag von der Polizei nach Berlin verbracht.

Alle 7 Beschuldigten d.h. Jenny Bremer (DieZillertalerin / Freya28) aus Kaarst bei Düsseldorf, Sandra Franke (Gefjon) aus Soltau, Frank Menk (Hecke / Heckenschütze) aus Kleve am Niederrhein, René Rotter ( Munin) aus Pinneberg bei Hamburg und Thomas Zühlke (Loki / R.Rassenhass), Sense sowie Zahni aus Berlin,) wurden einem Haftrichter vorgeführt, welcher aufgrund von angeblicher Fluchtgefahr, ohne zu zögern die Untersuchungshaft anordnete. Um diese noch einmal abwenden zu können, wurden 5 der 7 ehemaligen Freunde und Kameraden zu ehrlosen Verrätern.

Nicht nur dass den Behörden ausführliche Auskünfte über Mitarbeiter, Sponsoren und Sympathisanten des EBR gegeben wurde noch dazu logen sich die ehemaligen Kameraden/innen den Weg in die Freiheit, schoben die Rädelsführer- und Schuldfrage auf die 2 Aktivisten, die ihre Zeit immer noch schweigend in der Untersuchungshaft Berlin-Moabit verbrachten und zum Teil wurde sich sogar von der Nationalen Bewegung losgesagt.

So kam es, dass sich für die Verräter das Tor zur Freiheit recht schnell wieder öffnete und sie aus der Untersuchungshaft entlassen wurden.

    René Rotter  -  1 Tag
    Frank Menk  -  11 Tage
    Jenny Bremer  -  15 Tage
    Thomas Zühlke  -  28 Tage
    Sandra Franke  -  106 Tage

Wer gegen seine Kameraden vor Gericht aussagt, ist ein Verräter. Verrat ist per se etwas schäbiges, Verrat an Freunden, die einem vertraut haben, Verrat an denen, die das gleiche Ideal teilen, Verrat an der gemeinsamen Sache, Verrat am Vaterland, an seinem Volk. Wer Verrat begeht, disqualifiziert sich ideologisch, charakterlich, menschlich. Doch es gibt auch innerhalb des Verrats noch unterschiedliche Abstufungen an Verwerflichkeit. Wer dem System seine Kameraden ans Messer liefert, um einer Haftstrafe zu umgehen, der lässt andere für die eigene Freiheit einsperren.

So ekelhaft ein solches Verhalten auch ist - es geht noch dreckiger. Wer andere verrät, um die eigene Haut zu retten, ist ein erbärmlicher Wurm, aber für Jemanden, der ohne Not die eigenen Mitstreiter für ein paar Euros verrät, fehlt in der deutschen Sprache ein hinreichend verächtlicher Begriff.

Noch während der Untersuchungshaft, genauer gesagt im April 2009, mussten die Beschuldigten, durch ihre Anwälte und die Systempresse erfahren, dass eine von ihnen, nämlich Sandra Franke, seit Herbst 2007 für den Verfassungsschutz in Hannover (Niedersachsen) als Vertrauensperson arbeitete. Sie hatte laut ihrer eigenen Aussage die Aufgabe, Mitglied in der DVU zu werden und diese auszuhorchen. Bei regelmäßigen Treffen mit ihrer V-Frau-Führerin "Hedi", will sie laut eigener Aussage auch immer wieder über das EBR berichtet haben. Das letzte gemeinsame Treffen mit "Hedi" soll zuletzt drei Tage vor ihrer Verhaftung im März 2009 stattgefunden haben.
Diese ekeleregende "Person" verkaufte für schlappe 300 Euro im Monat ihre Freunde, Kameraden und sogar den eigenen Lebensgefährten.

Nach 168 Tagen Untersuchungshaft wurden die beiden schweigenden Beschuldigten Sense und Zahni mit scharfen Meldeauflagen wieder auf "freien Fuß" gesetzt, da die Staatsanwaltschaft eine Fluchtgefahr nicht mehr begründen konnte.

Wenige Monate nach den letzten Entlassungen aus der Untersuchungshaft, lud das Berliner Landgericht zur öffentlichen Hauptverhandlung.
Das Verfahren konnte extrem verkürzt werden, da es als sogenanntes Selbstleseverfahren durchgeführt wurde. Außer den Beschuldigten wurden nur 2 Zeugen geladen. Zum einen der verantwortliche Ermittlungsbulle und zum anderen der Präsident des Niedersächsischen Verfassungsschutzes.

Am 16. November 2009 begann der erste Verhandlungstag mit dem Verlesen der Anklageschrift. Neben den 7 Angeklagten befanden sich 9 Anwälte, 5 Richter (3 Berufsrichter und 2 Schöffen), der Staatsanwalt und jede Menge Zuhörer im Verhandlungssaal.

Nach einer kurzen Pause wurde ein sogenanntes Rechtsgespräch zwischen den Anwälten, der Staatsanwaltschaft und den 5 Richtern durchgeführt. Dieses Gespräch, welches hinter verschlossenen Türen stattfand, brachte hervor dass sich der Verrat für die 5 Beschuldigten endgültig ausgezahlt hatte. Sie würden am Ende der Verhandlung mit Bewährungsstrafen rechnen können, während Sense und Zahni zu langjährigen Haftstrafen verurteilt werden würden.

Es folgte die Beweisaufnahme. Sie fing an mit den Aussagen von Frank Menk, René Rotter und Jenny Bremer. Am Ende des Tages wurde vom Hauptrichter verkündet, dass jeder Angeklagte, dessen Verteidiger und die Schöffen jeweils zwei Bände eines insgesamt ca. 800 Seiten umfassenden Selbstleseverfahrens erhalten würden und dieser Verhandlungstag danach für beendet erklärt wird. Alle wurden Aufgefordert diese ca. 800 Seiten bis zum 26. November 2009 gelesen zu haben.

17. November 2009, der zweite Verhandlungstag. Thomas Zühlke tätigte seine Aussage und Sense sowie Zahni ließen eine sogenannte Einlassung durch ihre Anwälte vortragen.

Der dritte Verhandlungstag (26. November 2009). Nachdem Sandra Franke ihre Aussage tätigte wurde der Zeuge Günter Heiß als Verfassungsschutzpräsident des Landes Niedersachsen vernommen. Als zweiter Zeuge berichtete der Kriminalhauptkommissar Lange aus den Ermittlungen der Polizei und am Ende des Verhandlungstages wurden die Ordner des Selbstleseverfahrens ausgewertet.

Am 30. November 2009 war der letzte Verhandlungstag. Jenny Bremer und Sandra Franke bekamen die Möglichkeit sich zum Abschluss des Verfahrens zu äußern.

Nach wenigen Minuten Pause zur Urteilsfindung entsprachen letztendlich die Richter dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft und Urteilten am 30.November 2009 wie folgt:


    Jenny Bremer  -  einem (1) Jahr, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wird
    René Rotter  -  einem (1) Jahr, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wird
    Thomas Zühlke  -  einem (1) Jahr und zwei (2) Monaten, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wird
    Sandra Franke  -  einem (1) Jahr und vier (4) Monaten, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wird
    Frank Menk  -  einem (1) Jahr und vier (4) Monaten, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wird
    Sense  -  zwei (2) Jahren und fünf (5) Monaten
    Zahni  -  zwei (2) Jahren und neun (9) Monaten

René Rotter, Sense und Zahni legten Revision gegen dieses Urteil ein.

Am 19.04.2011 wurde die Revision, zu großen Teilen, vom Bundesgerichtshof als unbegründet verworfen. Am Strafmaß wurde nichts verändert, lediglich über die Schuldfrage zu der EBR-Unterseite "Sprengmeister" wurde neu geurteilt und es wurde beschlossen das es für den Angeklagten Zahni einen neuen Verhandlungstag geben müsse in dem darüber zu entscheiden ist ob die, während der Hausdurchsuchung am 12. März 2009, beschlagnahmten Gegenstände wieder an ihn auszuhändigen sind.

Seit Dezember 2011, also genau 2 Jahre nach der Urteilsverkündung, befinden sich Sense und Zahni wieder in Haft und sitzen ihre Freiheitsstrafen bis Mitte 2014 in verschiedenen Justizvollzugsanstalten der BRD ab.


Ein letzter Satz zu den 5 Verrätern.

Ein Mitglied eines bekannten Motorradclubs sagte einmal: "Verrat ist Mord, er tötet Vertrauen".
Wir wissen alle, Mord verjährt nicht! ...

Nachtrag: 30.03.2014

Die beiden nationalen Aktivisten Sense und Zahni befinden sich jetzt, nach der vollständigen Verbüßung ihrer Haftstrafen, wieder auf freien Füßen. Trotz Erststraftäterstatus wurde beiden Aktivisten wegen dem politschen Hintergrund der "Straftat" die übliche 2/3-Regelung verwehrt. Die Zeit hinter Gittern war nicht immer leicht und schon gar nicht schön aber sie konnte Sense und Zahni weder Brechen noch vom Rechten Weg abbringen.

Der Kampf gegen dieses scheiß System geht weiter.